Effektivzins – was gehört dazu?

Eigentlich ist die Berechnung des Effektivzinses für ein Darlehen ja genau geregelt. Man darf auch davon ausgehen, dass Banken da keine Fehler machen. Schließlich würden sie da bei der Bankenaufsicht schnell in schlechten Ruf kommen.

In anderen Fällen, etwa bei Vermittlern oder ausländischen Banken, darf man da nicht so sicher sein. Da können abweichende Berechnungen vorkommen, und es kann sogar sein, dass einzelne Komponenten wie Vermittlungsprovisionen oder Versicherungsprämien nicht berücksichtigt werden. Das muss aber sein. Wenn Sie beispielsweise den Kredit eines Vermittlers mit dem Kreditangebot Ihrer Bank vergleichen wollen, muss eine Vermittlungsgebühr oder eine niedrigere Auszahlung unbedingt beim Effektivzins berücksichtigt werden.

Doch auch bei Bankangeboten ist Vorsicht geboten. Zwar ist die Berechnung des Effektivzinses sicher richtig. Aber ist das auch der Kredit, der Ihnen tatsächlich angeboten wird? Die üblichen Zinsrechner im Internet zeigen jeweils den günstigsten Kredit, auch wenn die Zinsen bonitätsabhängig sind. Dann können je nach Bonität nämlich erheblich höhere Effektivzinsen anfallen.

Noch ein weiterer Umstand ist zu berücksichtigen: Wenn die Bank für einen bestimmten Kredit eine Restschuldversicherung verlangt, gehört die Versicherungsprämie dafür zu den Kosten, die im Effektivzins zu berücksichtigen sind. Auch das kann gelegentlich „vergessen“ werden – oder es steht nur im Kleingedruckten und wird dann leicht überlesen.

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